Deutsch
English
Русский

Das PCO-Syndrom (PCO = polyzystische Ovarien)

Das PCO-Syndrom ist eine sehr häufige Erkrankung, insbesondere bei Kinderwunschpatientinnen. Betroffen sind ca. 5% der geschlechtsreifen Frauen (1 Mio. in Deutschland)

Die Basis dieser Erkrankung ist meist eine Störung der ovariellen Androgensynthese (vermehrten Bildung männlicher Hormone im Eierstock). Viele PCO-Patientinnen zeigen auch eine vermehrte Bildung männlicher Hormone in der Nebenniere und dem Fettgewebe. Oft besteht eine familiäre Veranlagung. Die offizielle Definition lautet, dass ein PCO-Syndrom vorliegt, wenn zwei der drei Kriterien vorhanden sind:

  • Zyklusstörung (verlängerte Regelabstand bis zum völligen Ausbleiben der Regelblutung)
  • Hyperandrogenämie und/oder äußere Zeichen der erhöhten männlichen Hormonbildung (z.B. Behaarung an Kinn und Oberlippe, Akne)
  • Polyzystische Ovarien im Ultraschall, d.h. vergrößerte Eierstöcke mit mindestens 12 kleinen "Zysten" (Follikeln).

Neben Auswirkungen auf die Haut (z.B. Akne, Überbehaarung), den Zyklus und die Fruchtbarkeit leiden die Patientinnen vor allem an dem Übergewicht und seinen Folgen (z.B. Diabetes mellitus, Bluthochdruck, erhöhte Blutfette). Unbehandelt verläuft das PCO-Syndrom progredient, d.h. es kommt zu einer zunehmenden Vermännlichung und Zyklusstörung. Die Therapie hängt von dem verfolgten Ziel ab (besteht Kinderwunsch oder nicht?). Am einfachsten reguliert man den Zyklus mit einer speziellen Antibaby-Pille. Ein wichtiger Behandlungsansatz ist auch die Gewichtsreduktion.

Für nähere Informationen besuchen Sie die Internetseite des Selbsthilfevereins www.pco-syndrom.de