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Kryokonservierung von Spermien und Eizellen mit 2 Vorkernen

Biologisches Gewebe kann auf verschiedene Art und Weise über einen langen Zeitraum haltbar (konserviert) werden. Eine der gebräuchlichen Methoden ist das Einfrieren und Lagern bei extremer Kälte - z.B. in flüssigem Stickstoff - bei minus 196 °C.

Im Rahmen der assistierten Reproduktion bei ungewollter Kinderlosigkeit können wir die Möglichkeit anbieten, Spermien oder Eizellen im Vorkernstadium einzufrieren. Beides kann somit über einen langen Zeitraum aufbewahrt werden.

Eingefroren werden können Spermien aus dem Ejakulat. Wenn jedoch eine Azoospermie (keine Spermien im Ejakulat) vorliegt, so können in Zusammenarbeit mit der Urologie des Universitätsklinikums Würzburg auch Spermien durch Punktion des Nebenhodens (MESA - mikrochirurgische epididymale Spermienaspiration) oder des Hodens (TESE - testikuläre Spermienextraktion) gewonnen und kryokonserviert werden.

Die bei IVF oder ICSI angefallenen Eizellen im Vorkern-Stadium, die nicht weiter kultiviert und  transferiert werden, können auf Wunsch des Ehepaares, auf eigene Kosten, kryokonserviert werden. Zu einem späteren Zeitpunkt können diese Vorkern-Stadien aufgetaut und in die Gebärmutter transferiert werden. Dabei entfällt eine erneute hormonelle Stimulation und Follikelpunktion.