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Vorgehensweise bei der Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI)

ICSI

Die ICSI ist eine Variante der IVF. Sie wird dann angewandt, wenn die Spermienkonzentration und -qualität deutlich unter denen von der Weltgesundheitsorganisation festgelegten Mindestanforderungen, die für die Durchführung der IVF notwendig sind, liegen. Im Unterschied zu IVF wird bei ICSI ein einzelnes Spermium unter dem Mikroskop direkt durch die Hülle der Eizelle, in das sogenannte Zyto- oder Ooplasma, mit einer extrem feinen Glaskapillare eingebracht (injiziert). Während dieser Prozedur wird die Eizelle mit einer sogenannten Haltekapillare durch leichten Unterdruck festgehalten. Bei ICSI wird somit der komplizierte Vorgang des Eindringens des Spermiums in die Eizelle übersprungen. Man spricht bei ICSI daher auch von assistierter Befruchtung. Für ICSI werden pro Eizelle lediglich ein Spermium benötigt, dessen Beweglichkeit für den Erfolg ohne Bedeutung ist.

Nach dem bisherigen Kenntnisstand und unseren eigenen Erfahrungen sind ca. 70 bis 80% der durch ICSI erzeugten Embryonen intakt, die dann in die Gebärmutter übertragen werden können. Im IVF-Labor der UFK Würzburg wird die ICSI seit 1993 angeboten.